Skip to content
Stan’s Legacy

patent · EP0006211A1

Means for providing heated water by solar energy

9 January 1980

Text

Page 1bibliographic recordscan →

Europäisches P a t e n t a m t

J European Patent Office Veröffentlichungsnummer: 0 006 2 1 1

Office europeen des brevets

EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

Anmeldenummer: 79101886.4 Int. Cl.3: F 24 D 1 7 / 0 0

Priorität: 16.06.78 CH 6581/78 Anmelder: CIBA-GEIGY AG, Patentabteilung Postfach, 29.08.78 CH 9114/78 CH-4002 Basel (CH)

Veröffentlichungstag der Anmeldung: 09.01.80 Erfinder: Krelbich, Usula, Dr., Im flnstern Boden 15, Patentblatt 80/1 CH-4125 Riehen (CH) Erfinder: Schmld, Rolf, Dr., Weihermattweg 18,

CH-4460 GelterUnden (CH)

Benannte Vertragsstaaten: AT CH DE FR GB IT NL

Vorrichtung zur Warmwasserbereftung mittel« Sonnenenergie.

Vorrichtung zur warmwasserbereltung mittels Sonnenenergie, neben einem Sonnenkollektor (K) drei auf verschiedenen Temperatumiveaus arbeitende Wärmetauscher (A, B. C), die brauchwasserseitig in Reihe geschaltet sind, einen Latentwärmespeicher (S) mit vernetztem, teilkristallenem Kunststoff als speicherndes Medium, diverse Leitungen, Ventile (1-8), eine Umwälzpumpe (P) und eine elektrische Funktionsablaufsteuerung (ST) umfaßend, deren Eingangsgrößen Temperaturwerte sind, die von diversen Temperaturfühlem (T) In den genannten Elementen erfaßt werden. Die beiden auf den höheren Temperaturniveaus arbeitenden Wärmetauscher (B und sind ferner brauchwasserseitig über je ein Mischventil (MV1, bygepaßt. Je nach Sonneneinstrahlung bzw. Temperatur des zirkulierenden Mediums werden sukzessive die Wärmetauscher mit höherem oder tieferem Temperatumiveau oder Kombinationen davon in den Medlum-Kreislauf eingeschaltet. Ferner ist ein

Oberhitzungsschutz vorgesehen, der das Zlrkulations-Medium bei Oberhltzungsgefahr sukzessive durch die Wärmetauscher mit den niedrigeren Temperaturniveaus leltet. Fremdheizungsladekrelsläufe (34) ergänzen die Vorrichtung für den Ganzjahresbetrieb.

Page 2scan →

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Warmwasserbereitung mittels Sonnenenergie, mit einem Sonnenkollektor und einem ersten und einem zweiten Wärmetauscher, die brauchwasserseitig in Reihe geschaltet sind, wobei der erste auf einem höheren Temperaturniveau und der zweite auf einem niedrigeren Temperaturniveau arbeitet.

Sonnenenergieverwertungsvorrichtungen sind in zahlreichen Publikationen, unter anderem auch im Artikel von R. Schärer in "Elektrizitätsverwertung" Nr. 7/8 (1974) Verlag Elektrowirtschaft, Zürich; in einem Vortrag von E. Schnyder auf der Tagung "Heizen mit Sonne" der Schweizerischen und Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie von 8./9. November 1977 in Freiburg, BRD und in "Solar Energy Thermal Processes" von J.A. Duffie und W.A. Beckmann, Wiley Interscience 1974, ausführlich und in zahlreichen Varianten erläutert. Allen diesen bekannten Vorrichtungen haftet der Nachteil an, dass sie die Sonnenenergie, insbesondere deren minderwertigeren Anteil mit niedrigerem Temperaturniveau, nur unbefriedigend auszunutzen vermögen.

Eine bedeutende Verbesserung in dieser Hinsicht brachte die z.B. in der US-PS 4 063 546 beschriebene zweistufige

Sonnenenergieanlage. Bei dieser Anlage sind zwei im.

wesentlichen selbständige Systeme mit je einem Kollektor, und einem Wärmetauscher vorhanden, wobei einem Speicher das eine auf einem niedrigeren und das andere System 3 auf einem höheren Temperaturniveau arbeitet. Eine ähnliche

Anlage, jedoch ohne Latentwärmespeicher, ist auch aus der CH-PS 578 718 bekannt. Die Praxis hat gezeigt, dass jedoch auch diese bekannten Vorrichtungen hinsichtlich ihres Wirkungsgrads noch verbessert werden können.

Aufgabe der Erfindung ist, eine Vorrichtung der eingangs definierten Art derart zu modifizieren, dass sie eine bessere und exergiegerechtere Verwertung der anfallenden

Sonnenenergie ermöglicht.

Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist durch die in den

Ansprüchen angeführten Merkmale gekennzeichnet.

Unter Wärmetauscher sind hier und im f o l g e n d e n Vorrichtungen zu verstehen, welche es gestatten, dem durch die Sonnenenergie aufgeheizten Wärmeübertragungsmedium die in ihm enthaltene Wärmeenergie zu entnehmen, bis zu einem gewissen Grad zu speichern und an das zu erwärmende Medium, das in der Regel direkt das Brauchwasser ist, abzugeben. Typische Vertreter solcher Wärmetauscher bestehen aus einem flüssigkeitsgefüllten Gefäss mit zwei in die Flüssigkeit eintauchenden Wärmeaustauschschlangen, durch deren eine das von der Sonnenenergie aufgeheizte Medium und durch deren andere das Brauchwasser fliesst. Die Flüssigkeit im Gefäss dient dabei gleichzeitig als thermische Verbindung zwischen den beiden Schlangen und als Speichermedium. Unter Betriebstemperatur des Wärmetauschers ist dann die Temperatur der Flüssigkeit im Gefäss zu verstehen. In Spezialfällen kann das Brauchwasser selbst als Speichermedium verwendet werden, wobei dann natürlich eine der Wärmetauschschlangen wegfallen kann.

Page 4scan →

Wenngleich der eben beschriebene Wärmetauschertyp besonders zweickmässig ist, versteht es sich, dass z.B. die Speicher- und die Wärmetauschfunktion durchaus auch auf getrennte Vorrichtungsteile aufgeteilt sein könnten und dass die Erfindung keineswegs auf die eben näher beschriebenen boilerartigen Wärmetauschertypen eingeschränkt ist.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der

Zeichnung dargestellten AusfUhrungsbeispiels näher

Fig. 1 ein Prinzipschema der Vorrichtung und

Fig. 2 und 3 zwei Schnitte durch einen Teil der

Vorrichtung.

Die Vorrichtung umfasst darstellungsgemäss einen Sonnenkollektor K, drei brauchwasserseitig in Serie geschaltete Wärmetauscher A,B und C, einen Latentwärmespeicher S, eine Umwälzpumpe P, acht Ventile 1-8, zwei Mischventile MV1 u n d MV2 sowie diese Teile untereinander verbindende, nicht mit Bezugsziffern versehene Leitungen. Ferner sind sieben TemperaturfUhler TK,TA,TB,TC, TS,TW1 und TW2 sowie eine von diesen angesteuerte und die Ventile 1-8 betätigende Steuerung ST v o r g e s e h e n . Die Temperaturfühler erfassen die Temperatur des Zirkulationswassers im Kollektor K, die Betriebstemperaturen der drei Wärmetauscher A-C, die Temperatur des Speichers S und die

Temperatur des aus den Wärmetauschern B und C austretenden Warmwassers. Die Verbindungsleitung zwischen der Steuerung und den Temperaturfühlern bzw, den Ventilen sind der Uebersichtlichkeit halber nicht dargestellt.

Der Sonnenkollektor und die Wärmetauscher sind im wesentlichen von bekannter Bauart, ebenso der Latentwärmespeicher. Jeder Wärmetauscher besteht im wesentlichen 5 aus einem Behältnis 11, 21 bzw. 31, in welchem sich ein wärmeübertragendes Medium hoher Wärmekapazität, z.B. etwa Wasser, befindet. In dieses Medium tauchen je eine Primärschlange 12, 22 bzw. 32 und eine Sekundärschlange 13, 23 bzw. 33 ein. Der Wärmetauscher C kann als Medium zusätzlich noch ein Latentwärme speicherndes Material, beispielsweise etwa Paraffin, enthalten. Ferner ist dieser Wärmetauscher mit einer Zusatzheizung 34, insbesondere in Form einer elektrischen Heizspirale, versehen.

Der Latentwärmespeicher S besteht im wesentlichen aus einem oder mehreren Blöcken 41 (Figs. 2, 3) eines vernetzten, teilkristallinen Kunststoffs, in dem eine Wärmetauscherschlange 42 eingebettet ist. Ein solcher Latentwärmespeicher ist ausführlicher in der eingangs genannten

Die Wärmetauscher B und C sowie der Latentwärmespeicher S sind zu einer kompakten baulichen Einheit zusammengefasst. Wie die Schnittdarstellungen der Fig. 2 und 3 zeigen, sind die beiden

Wärmetauscher von den den Latentwärmespeicher S bildenden Platten 41 umschlossen, wobei der

Wärmetauscher C noch mittels einer Weichschaumstoffschicht 51 isoliert ist. Der gesamte Block ist mittels einer weiteren Schaumstoffschicht 52 nach aussen

Die Platten 41 des Latentwärmespeichers S sind i m Normallfall mit untereinander kommunizierenden Wärmetauschelementen 42 versehen. Es ist aber durchaus auch möglich, auf diese Elemente ganz oder teilweise zu verzichten und den Speicher über seine grosse Kontaktoberfläche mit dem

Page 6scan →

Der Wärmetauscher A ist baulich separat angeordnet. Er arbeitet auf dem niedrigsten Temperaturniveau und benötigt deshalb keine besondere Isolation.

Die Grössen bzw. Vlumina der drei Wärmetauscher A-C und des Latentwärmespeichers S verhalten'sich etwa wie A:B:C:S=1:1:2-8:2. Das heisst, die Inhalte der Gefässe 11, 21 und 31 der Wärmetauscher A-C sind etwa 400 1 und 800- 3200 1; das Volumen des Latentwärmespeichers, d.h. der Platten 41 ist etwa 800 1. Diese Werte sind selbstverständlich nur beispielsweise zu verstehen und können natürlich den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden.

Die Funktionsweise der Vorrichtung ist wie folgt:

Mit beginnender Sonneneinstrahlung erwärmt sich das Wasser im Sonnenkollektor K. Sobald die Temperatur TK d e s Wassers im Kollektor die Temperatur T des Wärmetauschers A übersteigt, öffnet die Steuerung ST die Ventile 1 und 7, sodass das Zirkulationswasser in einem ersten Ladekreislauf vom Kollektor K über den Wärmetauscher A und die Pumpe P zurück zum Kollektor zirkulieren kann.

Sobald, infolge stärkerer Sonneneinstrahlung, sich das Zirkulationswasser über die Betriebstemperatur TB d e s Wärmetauschers B erwärmt oder, je nach Steuerungsart, die Differenz der Temperatur des Zirkulationswassers und des Wärmetauschers B eine vorbestimmte Schwelle übersteigt, schaltet die Steuerung auf einen zweiten Ladekreislauf um. Dabei sind die Ventile 2, 5 und 7 offen und die Ventile 1,3,4 und 6 geschlossen. Das warme Wasser zirkuliert nun vom Kollektor K über den Latentwärmespeicher S, den Wärmetauscher B und die Pumpe P zurück zum

Page 7scan →

Kollektor und lädt dabei einerseits den Speicher auf und erhitzt anderseits das durch die Wärmetauscher fliessende Brauchwasser.

Falls die Temperatur des Zirkulationswassers auch Über die (vorgegebene Minimal-) Betriebtemperatur TC des

Wärmetauschers C steigt bzw. wenn die Differenz der

Temperaturen des Zirkulationswassers und des Wärmetauschers C eine vorgegebene Schwelle Ubersteigt, schaltet die Steuerung ST auf einen weiteren Ladekreislauf um, bei welchem die Ventile 3 und 7 offen und die Ventile 1,2,4,5 und 6 geschlossen sind. Das Zirkulationswasser zirkuliert nun vom Kollektor über den Wärmetauscher C, den Speicher S, den Wärmetauscher B und die Pumpe P zurück zum Kollektor. Es gibt dabei die in ihm gespeicherte Wärmeenergie in den beiden Wärmetauschern B und C an das Brauchwasser ab und lädt gleichzeitig den

Latentwärmespeicher S weiter auf.

Bei normaler Witterung erreicht das Gebrauchswasser zumindest im Wärmetauscher C den gewünschten Sollwert TSoll' z.B. etwa 55°C=328°K. Bei Schlechtwetterperioden oder im Winter kann es erforderlich sein, die Zusatzheizung 34 im Wärmetauscher C einzuschalten. Auch dies erfolgt automatisch über die Steuerung ST, welche die Temperatur im W ä r m e tauscher C über den Temperaturfühler TW1 l a u f e n d Ü b e r w a c h t .

Die beiden Wärmetauscher B und C sind brauchwasserseitig je über ein Mischventil MV1 b z w . MV2 ü b e r b r ü c k t . Die beiden Mischventile sind z.B. von der Art, wie sie bei Badezimmerarmaturen gebräuchlich sind. Sie regeln den Zufluss von kälterem und wärmerem Wasser derart, dass 8 sich an ihrem Ausgang die gewünschte Temperatur einstellt. Diese kann z.B. bei etwa 55°C liegen. Die Mischventile bewirken, dass die Wärmetauscher der tieferen Temperaturniveaus stärker belastet und damit eher zur Aufnahme minderwertigerer Energie bereit werden. Die höherwertigere Energie der heisseren Wärmetauscher wird dadurch geschont, sodass sich ein wesentlich besserer Gesamteffekt ergibt.

In einer in der Zeichnung nicht dargestellten,einfacheren Variante fehlt das Mischventil MV1 u n d anstelle des Mischventils MV2 ist ein gewöhnliches Dreiweg- Elektroventil vorgesehen, welches von der Steuerung ST angesteuert wird. Bei günstiger Witterung kann das Brauchwasser bereits im W ä r m e t a u s c h e r B die Solltemperatur erreichen. Wenn dies Uber den Fühler TW2 f e s t g e s t e l l t wird, schaltet die Steuerung ST das nicht dargestellte Ventil so um, dass das warme Brauchwasser gar nicht erst zum Wärmetauscher C, sondern direkt zum Verbraucher gelangt.

Zu Zeiten besonders intensiver Sonneneinstrahlung kann es vorkommen, dass sich die Wärmetauscher unzulässig hoch aufheizen. Um d i e s zu vermeiden, ist ein Ueberhitzungsschutz vorgesehen, welcher wie folgt funktioniert:

Sobald die Temperatur des Wärmetauschers C über eine vorgegebene Grenztemperatur T von z.B. 85°C (=353°K) grenz ansteigt, schaltet die Steuerung ST vom dritten Ladekreislauf auf den zweiten Ladekreislauf zurUck, welcher den

Wärmetauscher C nicht mehr enthält. Dadurch beginnt sich der Wärmetauscher B aufzuheizen. Sobald auch dessen Temperatur über einen gewissen Grenzwert T g r e n z von z . B . ansteigt, schaltet die Steuerung auf den e r s t e n L a d e k r e i s 9 zurück, der ausser der Pumpe P nur noch den Wärmetauscher A enthält. Sollte sich auch dieser Wärmetauscher noch zu stark erwärmen, öffnet die Steuerung das Ventil 8, wodurch kaltes Brauchwasser durch den Wärmetauscher A läuft und diesen kühlt. Auf diese Weise ist in jedem Fall ein ausreichender Ueberhitzungsschutz gewährleistet, wobei die auf hohem Temperaturniveau in den Wärmetauschern C und B sowie im Speicher S gespeicherte wertvolle Energie

Wenn die Temperatur des Zirkulationswassers niedriger ist als die Temperatur des Wärmetauschers A und unter der Bedingung, dass der Latentwärmespeicher zumindest teilweise geladen ist, seine Temperatur TS also grösser als eine vorgegebene Minimaltemperatur Tmin ist, und ausserdem die Speichertemperatur grösser als die des Wärmetauschers B ist, schaltet die Steuerung auf einen Entladekreislauf, bei dem die Ventile 5 und 6 offen und die Ventile 1, 2, 3, 4, und 7 geschlossen sind. Das Zirkulationswasser zirkuliert so vom L a t e n t w ä r m e s p e i c h e r S über den Wärmetauscher B und die Pumpe P zurück zum Speicher S. Dabei wird das Brauchwasser im W ä r m e t a u s c h e r B erwärmt und gleichzeitig der Speicher entladen.

Für die Wintersaison oder für längere Schlechtwetterperioden besteht auch die Möglichkeit, den Speicher S in einem weiteren Kreislauf über die im W ä r m e t a u s c h e r C angeordnete Zusatzheizung, z.B. mittels des billigeren Nachtstroms, zu laden. Dazu wird die Steuerung ST entweder von Hand oder von einer Schaltuhr veranlasst, die

Ventile 4 und 6 zu öffnen, die Ventile 1, 2, 3, 5, und

7 zu schliessen und die elektrische Zusatzheizung 34 im W ä r m e t a u s c h e r C einzuschalten. Das Zirkulationswasser fliesst dann vom W ä r m e t a u s c h e r C Uber den Latentwärme10speicher S, den Wärmetauscher B und die Pumpe P zurück

Die Steuerung ST selbst ist von an sich beliebiger Bauart. Sie kann elektromechanisch oder rein elektronisch konzipiert sein und enthält neben den Eingängen für die diversen Temperaturfühler und den Ausgängen für die Ventile und die Ansteuerung der Zusatzheizung weitere Eingänge für die Einstellung der Solltemperatur TSoll, Grenztemperaturen

TGrenz und Minimaltemperaturen TMin. Die elektrische Realisierung der Steuerung ist belanglos, solange nur der vorstehend geschilderte Funktionsablauf zumindest dem Sinn nach gewährleistet ist. Selbstverständlich sind auch gewisse Modifikationen und Varianten möglich, die ebenfalls im Rahmen der Erfindung liegen. Insbesondere ist es auch möglich, anstelle der einfachen Temperaturfühler mit Differenzthermostaten zu arbeiten.

Abgesehen von der maximalen Ausnützung der eingestrahlten Sonnenenergie, und zwar auch der niedererwertigen Energie, hat die vorstehend beschriebene Anlage noch den Vorteil relativ geringer Gestehungskosten. So sind zum Beispiel für die diversen Kreisläufe nur ein Kollektor und nur eine einzige Umwälzpumpe erforderlich. Auch können relativ billige Sonnenkollektoren verwendet werden und auch für die Wärmetauscher sind keine teuren Sonderkonstruktionen nötig.

Durch die Wärmetauscherstufe A auf niedristem Temperaturniveau kann auch die weniger wertvolle Sonnenenergie, die beispielsweise bei trübem Wetter immer noch vorhanden ist, zu einem grossen Teil ausgenutzt werden.

Durch das By-Passen des bzw. der Wärmetauscher(s) auf höherem Temperaturniveau wird das Brauchwasser lediglich auf die gewünschte Minimaltemperatur erwärmt. Dadurch wird einerseits weniger von der wertvolleren Energie auf höherem

Page 11scan →

Temperaturniveau verbraucht und andererseits die Temperatur der auf niedrigerem Niveau arbeitenden Wärmetauscher erniedrigt, sodass sie auch weniger wertvolle Energie besser und vermehrt aufnehmen können. Beim erfindungsgemässen dreistufigen System ist dadurch vor allem der Wärmetauscher A öfter bereit diffuse Wärme zu speichern, die dann zum V o r - wärmen des kalten Brauchwassers verwendet werden kann. Die tiefen Temperaturen des Wäremtauschers B und insbesondere des Wärmetauschers A bewirken niedrige Kreislauftemperaturen und damit einen wesentlich besseren Wirkungsgrad des Kollektors und damit schliesslich der Gesamtanlage. Ausserdem besteht damit die Möglichkeit, vor allem mit der Stufe A auch minderwertige Abwärme zu nutzen.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung der Wärmetauscher und Speicher als plattenförmige Elemente. Auf diese Art wird ein guter Wärmetausch erreicht. Das Medium für den Wärmetransport, bei dem es sich nicht unbedingt nur um W a s s e r handeln muss, steht dabei nicht unter Druck und muss nicht erneuert werden, sodass es mit dem nötigen Korrosions-

Vorstehend wurde eine dreistufige Vorrichtung mit einem Latentwärmespeicher beschrieben. Es versteht sich, dass für weniger anspruchsvolle Einsatzzwecke oder in Gegenden mit Uberdurchschnittlicher Sonneneinstrahlung eventuell auch auf den Latentwärmespeicher verzichtet werden kann. In diesem Falle würde sich die Anlage durch Wegfall einiger Ventile etwas vereinfachen.

Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist selbstverständlich nicht nur im Zusammenhang mit Sonnenenergie verwendbar, sondern ist auch zur Verwertung von Abwärme etc. geeig12net für z.B. Raumheizung, Warmwasserbereitung, Trocknungsanlagen in Gewerbe und Landwirtschaft etc. Ferner ist die Vorrichtung auch in Kombination mit Klimaanlagen, Kühlaggregaten etc. einsetzbar.

Page 13scan →

1. Vorrichtung zur Warmwasserbereitung mittels Sonnenenergie, mit einem Sonnenkollektor (K) und einem ersten und einem zweiten Wärmetauscher (B,C ), die brauchwasserseitig in Reihe geschaltet sind, wobei der erste (C) auf einem höheren Temperaturniveau und der zweite (B) auf einem niedrigeren Temperaturniveau arbeitet, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter Wärmetauscher (A) vorgesehen ist, der auf einem niedrigeren Temperaturniveau arbeitet als der zweite Wäremtauscher (B) und brauchwasserseitig mit den beiden anderen Wärmetauschern (B,C ) in Reihe geschaltet ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Latentwärmespeicher (S) vorgesehen ist, der je nach Stärke der einfallenden Sonnenstrahlung zu verschiedenen Kreisläufen mit dem Kollektor (K) und den Wärmetauschern (A, B, C), vorzugsweise dem zweiten (B), zu-

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, - dass die Wärmetauscher (A,B,C) mit dem Speicher (S) und dem Kollektor (K) über Leitungen und Ventile (1-7) zu vier Kreisläufen zusammenschaltbar sind, von denen der eine den Kollektor (K) und den dritten Wärmetauscher (A), der andere den Kollektor (K), den Speicher (S) und den zweiten Wärmetauscher (B), der dritte den Speicher (S) und den zweiten Wärmetauscher (B) und der vierte den Kollektor (K), den ersten Wärmetauscher (C), den Speicher (S) und den zweiten Wärmetauscher (B) sowie jeder Kreis-

Page 14scan →

- und dass Fühler für die Temperatur (TK) des Zirkulationsmediums im Kollektor, die Betriebstemperaturen (T , TB, TC) der drei Wärmetauscher und die Temperatur (TS) des Speichers sowie eine mit diesen Fühlern zusammenarbeitende Steuerung (ST) vorgesehen sind, welche - a) den ersten Kreislauf aktiviert, wenn die Kollektortemperatur (TK) höher als die Betriebstemperatur (TA) des dritten Wärmetauschers (A) und niedriger als die des zweiten Wärmetauschers (B) ist, b) den zweiten Kreislauf aktiviert, wenn die Kollektortemperatur (TK) höher als die Betriebstemperatur (TB) des zweiten Wärmetauschers (B) ist, c) den dritten Kreislauf aktiviert, wenn die Kollektortemperatur (TK) tiefer als die Betriebstemperatur (TA) des dritten Wärmetauschers (A) und' gleichzeitig die

Temperatur (TS) des Speichers (S) höher als die Betriebstemperatur (TB) des zweiten Wärmetauschers (B) ist, und d) den vierten Kreislauf aktiviert, wenn die Kollektortemperatur (TK) höher ist als die Betriebstemperatur

(TC) des ersten Wärmetauschers (C).

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wärmetauscher (C) mit Heizmitteln (34) ausgestattet und mit dem Speicher (S) und dem zweiten Wärmetauscher (B) sowie einem Umwälzmittel (P) zu einem fünften, über die Steuerung (ST) aktivierbaren Kreislauf

5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abfluss für erwärmtes Brauchwasser vorgesehen ist, der über die mit einem weiteren Temperaturfühler zusammenarbeitende Steuerung mit dem Brauchwasserausgang des zweiten oder des ersten Wärmetauschers verbindbar ist, je nach dem, ob die Temperatur des Brauchwassers am A u s g a n g des zweiten Wärmetauschers über oder unter einer vorgegebenen

Page 15scan →

6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Wärmetauscher (A) eine von den übrigen Teilen räumlich im w e s e n t l i c h e n getrennte Einheit bildet und/oder nur wenig oder gar nicht wärmeisoliert ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Wärmetauscher (B) zumindest teilweise direkt vom Speicher (S) umschlossen bzw. in diesen eingebettet ist

8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicher (S) als wärmespeicherndes Medium teilkristallinen vernetzten Kunststoff enthält.

9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauscher (A,B,C) je ein Behältnis (11, 21, 31) mit einem wärmeübertragenden Medium umfassen, in welches eine primäre und eine sekundäre Austauschschlange (12, 22, 32; 13, 23, 33) eintauchen.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wärmetauscher (C) ein Latentwärmespeichermaterial als wärmeübertragendes Medium enthält.

11. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (ST) vom vierten auf den zweiten Kreislauf und von diesem auf den ersten schaltet, wenn die

Betriebstemperatur (TC b z w . T B ) des ersten bzw. zweiten Wärmetauschers über je einen Grenzwert (TG) ansteigt.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (ST) kaltes Brauchwasser durch den dritten Wärmetauscher (A) fliessen lässt, falls auch dessen

Page 16scan →

Betriebstemperatur (T ) über einen Grenzwert (TG) ansteigt. 13. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauscher plattenförmig ausgebildet sind. 14. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicher(S) aus plattenförmigen Elementen besteht. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wärmetauscher (C) brauchwasserseitig über ein Mischventil (MV2) bygepasst ist.

16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche lbis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Wärmetauscher (B) brauchwasserseitig über ein Mischventil (MV1) bygepasst ist.

Drawings

Drawing sheet, page 17Drawing sheet, page 18Drawing sheet, page 19

Page 17drawing sheetscan →

Page 18drawing sheetscan →

Page 19drawing sheetscan →

Provenance

Pages
19
Method
pdftotext (the PDF's own text layer) + pdftoppm 300dpi page scans
Patent office record
patents.google.com →
Source
Google Patents citing-documents table
Assignee
Ciba-Geigy Ag
Published
1980-01-09